Fukushima
Quelle: http://www.tagesschau.de/ausland/japanberichterstattung100.html
…. Die Legende einer ausländischen Zeitung
tagesschau.de: Es gibt eine Aussage von Ihnen, dass unter den so genannten Fukushima 50, den Arbeitern, die im Kernkraftwerk Fukushima die Reparatur- und Rettungsarbeiten ausführen, auch Arbeitslose und Obdachlose sind. Was hat es damit auf sich?
Hetkämper: Die “Fukushima 50″ sind eine Legende, die eine ausländische Zeitung erfunden hat. In Japan hat man das gar nicht so gesehen. Erst später hat man das Thema gewissermaßen als Import aufgenommen.
Es waren, nach allem, was man weiß, nie 50. Es waren viel mehr Mitarbeiter, die abwechselnd immer wieder in das Kernkraftwerk gegangen sind. Das waren Ingenieure, Techniker, aber eben auch einfache Arbeiter. Es muss ja schlichtweg auch aufgeräumt werden. Es sind zum großen Teil auch Leiharbeiter, die dort eingesetzt werden. Der Verdacht lag nahe, dass viele Arbeiter nicht wirklich wissen, was sie da eigentlich tun und sie als Kanonenfutter verheizt werden.
tagesschau.de: Worauf begründete sich Ihre Aussage noch?
Hetkämper: Wir haben ehemalige Kernkraftwerksmitarbeiter gefunden, die darüber geklagt haben, dass sie mehr oder weniger in früheren Jahren verheizt worden sind und ihnen nie gesagt wurde, wie hoch die Strahlung tatsächlich ist. Sie wurden über die wirklichen Gefahren nicht aufgeklärt. Wenn sie erkrankten, zahlte ihnen niemand Kompensation.
Dann haben wir einen Arzt in Osaka gefunden. Er sagte, es sei Usus, in der Kernkraftwerksbranche Obdachlose oder Arbeitslose, Gastarbeiter oder sogar Minderjährige anzuheuern. Wir selber als ARD-Studio Tokio hatten vor vielen Jahren schon mal über Obdachlose in den Straßen von Tokio berichtet. Die hatten uns erzählt, dass sie in Kernkraftwerken eingesetzt wurden. Die Leute sind zu ihnen in den Park gekommen, wo sie lagerten, und haben sie dann für gutes Geld angeheuert, Kernkraftwerke zu reinigen. Da sind offenbar auch viele erkrankt. Das wussten wir.
Wofür wir am Ende keine Bestätigung bekommen haben, ist, dass bei Tepco in diesem Kernkraftwerk in Fukushima tatsächlich Arbeitslose oder Obdachlose beschäftigt waren zu dem Zeitpunkt.
Ohne Kommentar
CSD-transgenial
Endlich Sommer in Berlin. Ich begab mich mal wieder zu einem meiner Lieblingsplätzen in dieser Stadt. Bei der Zeitungslektüre fiel mein Interresse auf einen Artikel, welcher Quereleien auf dem offiziellen CSD in Berlin behandelte. Von Vorwürfen des latenten Rassismus der Veranstalter war dort die Rede und von anderen undurchsichtigen Dingen.
Aus diesem Grunde gibt es zum offiziellen CSD mit einer Verzögerung von einer Woche einen Gegen-CSD (CSD transgenial). Diesen gab es wohl schon öfter, nur ich hatte noch nie was davon mitbekommen. Wie der Zufall so spielt, zog dieser Gegen-CSD just vor meinem Standort vorüber.
Auf den ersten Blick kam dieser Zug auch erfrischend unbedarft und vollkommen unkommerziell daher. Auch die begleitenden Polizeieinheiten wirkten äußerst entspannt. Aus dem Geleitwagen der CSD-Gegendemo brüllte die übliche Musik, bis diverse Redner Ihre Ansichten zu Gott und der Welt kund taten. Da plapperte jeder je nach gusto, mal über Wassermafiosi, mal über Kapitalismus und Nationalismus. Die Forderungen waren jeweils recht vehement, Spielraum zu einem wir auch immer gearteten Konsens gab es nicht. So blieb letztlich der fade Beigeschmack, das die Menschen, die gegen Rassismus und Nationalismus kämpfen, letztlich genau diese Absichten veraten. Keine Toleranz, keine Fähigkeit zum Konsens – der Feind, welcher Art auch immer, muß liquidiert und gegenteilige Meinungen oder Ansichten für alle Ewigkeit aus den Köpfen der Menschen eleminiert werden.
Demokratisch gesehen akzeptiere ich natürlich solche Meinungsäußerungen, persönlich hoffe ich allerdings, das solche Ansichten nie eine größere Zustimmung im Volk finden werden. Mit solchen platten Agitationen kann die Welt jedenfalls nicht verändert werden. Zumindest, meiner Ansicht nach, nicht zum besseren.
Schwulen & Lesben Fest am Nollendorfplatz
Der erste Mai
Bald gibt es am ersten Mai wohl eine neue Interpretation der Love Parade, viel fehlt nicht.
Volcker: "Amerika muss sich ändern"
Ich gebe vorerst kommentarlos zu diesem Artikel (Interview) weiter. Es stimmt nachdenklich und ist mit Sicherheit lesenswert.
Interview mit Paul Volcker, ehemaliger amerikanischer Notenbankchef. (english)
Siegel Online International
Kurzbericht auf Deutsch
Siegel Online IWirtschaft
Einheitsfeier 2009 in Berlin
Gestern gab es mal wieder was zu feiern in Berlin. Im Rahmen der Maueröffung vor 20 Jahren wurde ein exellent inzeniertes Theaterstück am Brandenburger Tor dargeboten, welches sich mit allerlei prominenten Darstellern schmücken durfte. Großen Reden folgten große Showdarbietungen, welche, trotz brillianter Dramaturgie, bei dem herrschenden Mistwetter keine rechte Stimmung aufkommen lassen wollte. Wer reißt auch eine Mauer am 09.November ein. Das war doch klar, das an einem solchen Tag die Wetterlage meist nicht unbedingt günstig für öffentliche Feiern ist. Das ist wahrscheilich die späte Rache von Schabowski. Scherz beiseite, ich war gar nicht dort, habe aber das Geschehen im Fernsehen bei trockenen und warmen klimatischen Verhältnissen im Wohnzimmer verfolgt. Ich konnte nicht recht etwas damit anfangen, die erste Fehlbesetzung war schon mal Thomas Gottschalk. Man erwartete jeden Moment eine Wette, ob die Mauer (oder Styroporsteine) denn fallen würden. Immerhin kam er ohne Schirm über die Runden, der Maske sei Dank. Ansonsten war es sicher ganz nett, auch wenn ich die Hypothese aufstellen möchte, das wahrscheinlich nicht viele Ureinwohner vor Ort waren. Wie gesagt, bei solch einem Wetter waren wahrscheinlich nur Heimatlose unterwegs, oder Sie wurden dafür bezahlt. Wie auch immer, eins ist mir bei diesem Fernsehabend im Gedächtnis geblieben. Ob die anwesenden sich den Text wirklich angehört haben vermag ich nicht zu beurteilen, wünschenswert wäre es jedenfalls. Hier nun ein Ausschnitt aus der Veranstaltung – Youtube machts möglich:
Freiheit in Interpretation des Original-Songs von Westernhagen
Es weihnachtet schon (wieder) …
Vom Weihnachtsmann empfohlen, für jeden angehenden Terminator. Fehlt nur noch passendes weibliches Gegenstück, dazu siehe unten. Mann o Mann, der Weihnachtsmann ist wirklich mutig und stellt sich voll in den Trend der Zeit. Vielleicht kann er sich aber, aus welchen Gründen auch immer, einfach nicht wehren.
Für die angehende Dame gibt es natürlich auch ein passendes Angebot. Unsere Familienministerin wird es freuen. Mehr Kindergeld für die heimelige Fürsorge soll es ja wohl auch bald geben. Er sei denn, Herr Solms erhebt sein Veto. Komischerweise ist dieses Angebot offensichtlich nicht vom Weihnachtsmann empfohlen. Typisch Männer!
Interessant wäre in diesem Zusammenhang die Vorstellung eines Treffens zwischen Familienministerin und Weihnachtsmann, Was bei solch einem Gespräch wohl herauskäme? Wir wissen es nicht! Fraglich würde leider bleiben, wer von den beiden der Märchenerzähler ist, und wer die Märchenfigur. Das aber können eines Tages vielleicht unsere Kinder beantworten.
Schweinegrippe
Heute ist es passiert. Endlich kann auch Deutschland das erste nachgewiesene Opfer der Schweinegrippe verkünden. In der Presse dudelt es rauf und runter, nebenbei wurde wohl auch was zu der Person des oder der Verblichenen erwähnt. Das habe ich nicht mitbekommen, aber ich tippe mal, es handelte sich um eine übergewichtige, stark rauchende Person welche im Alter von ca. 99 Jahren viel zu frühzeitig verstarb. Bleibt im Sinne der allgemeinen Berichterstattung zu hoffen, das sich die Schweinegrippe nicht wieder als solch ein Flop wie die Vogelgrippe erweist. Schließlich brauchen wir ja endlich die vielseits herbeigeschworene Pandemie. Auf das wir alle kollektiv feststellen können:
Jetzt gehn wa alle druff!








